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     Hörspiel

 

 

 

 

    Österreichische

  Erstaufführung

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit scharfem Humor gegen die Nazi - Nostalgie!

 

 

Kritik von Julia Pühringer (tele) Wien 20.4.12:

 

"Ein grandioser Off-Theater-Abend zum Fürchten."

 

 

 

 

Enigma - Emmy Göring – Österr. Erstauff. Wien 17.4.2012



„Evil Emmy"
Die Nazi-Witwe als One-Woman-Show: „Enigma Emmy Göring“ zeigt die zweite Gattin von Reichskanzler Hermann Göring ganz privat. Ein grandioser Off-Theater-Abend zum Fürchten.

Emmy Göring, geborene Emma Johanna Henny Sonnemann, starb mehr oder weniger friedlich 1973 achtzigjährig in München
. Vorher hatte sie noch genug Zeit, ihre Ehe mit dem Reichkanzler, ihrem Herrmann, ihrem Herrn und Mann, in einer Biografie schönzuschreiben. Was da war? Privates Glück mit Herrmann, Adolf und Gustav. Schön war’s.

So lernen wir sie also kennen, die Emmy, auf der Bühne des Ost-Clubs. Sie sitzt im Kaffeehaus am kleinen Tischchen, hofiert vom Kellner, gibt Löffel um Löffel Zucker in den Kaffee. „Ich bin eine Süße“, verkündet die Tochter eines Schokoladefabrikanten vollmundig. Kein Wunder, also, die Süße der Person, kein Wunder auch, dass sie auf die Braunen steht, am besten lebensgroß wie jener Osterhase, den ihr einst der verehrte Herr Papa schenkte.

 

   Im große Herren verehren war sie immer gut. Nun sitzt sie hier, die Emmy, einsam ohne ihre NS-Granden. Immer noch im Abendkleid. Schwärmt von früher, in einem beängstigend alltäglichen Monolog. Das Handy liegt vor ihr. Aber es ruft längst keiner mehr an. Sie lässt den Kaffee stehen, bestellt Sprudel. Gleich noch ein zweites Glas. Ob’s immer noch Champagner ist? Erzählt von den glorreichen Zeiten, einer Schauspielkarriere voll tosendem Applaus, gefördert von „ihrem“ Herrmann.

   So ein charmanter Mensch, sonntags gab’s Champagner und Kaviar ans Bett. Zwischendurch Telefonate mit Herrmann, Adolf und Gustav. So nah war sie dran. Manchmal klangen die Stimmen gleich. Gustav, der gute Freund, begnadete Schauspieler, der gern die Stimme verstellte. Adolf, der hochverehrte Führer. Nicht nur Emmy spricht, alle sprechen aus ihr heraus. Herrmann. Adolf. Und Gustav. Immer wieder. Gustav sprach sogar für sie, so ist alles noch gutgegangen. So konzentrieren muss sie sich beim Erzählen.

 

   Eine Spur Jelinek ist da zu hören, im Mischen der Stimmen, im Verdrehen harmloser Worte, verzerrt, bis sich die Abgründe dahinter auftun. Eine Westentaschen-Jelinek zwar, aber sie hat es in sich.

Karin Pettenburger beherrscht als Emmy Göring den Raum, der als Ganzes zum Kaffeehaus wird, Publikum wie Bühne. Das Kaffeehaus, per se in Wien ein sentimentaler Ort. Wo Sentimentalität zum Fürchten wird, weil sie Konkretes verwischt, vage erinnert in einen goldenen Rahmen setzt. Der Weltkrieg, der Völkermord als Klatschspalte.

 

   Emmy Göring, selbst ein Enigma, wenn auch ein grauslig plakatives, eine zu dekodierende Oberfläche, in Erinnerungen schwelgend, laut lachend, Witze klopfend und doch so gar nicht komisch. Hier kommt das Grauen zuckerlrosa daher wie ein Punschkrapfen – so süß! Und innen braun! Ein elitäres Grauen, das in Villen – in diesen Villen und ihren Bewohnern – so gar keine Spuren hinterließ.

 

   Der Krieg: Unangenehm, die Telefonleitungen funktionierten nicht. Sollen sie doch Kuchen essen auf neuem Niveau. Sterben hat er müssen, ihr vieldekorierter Herrmann. Sonderbehandlung gab’s aber bis zum Schluss: Zyankali-Kapsel – vom Führer persönlich! – statt Galgen. Der Krieg wurde doch nicht in der Luft entschieden. Schenkelklopfen. Das Handy läutet doch zum Schluss, wer anruft, will man gar nicht hören.

Autor Werner Fritsch („Cherubim“ 1994, „Jenseits“, 2000) verfasste das Hörspiel, das Vorlage für die Inszenierung ist, 2007 wurde es mit dem ARD-Hörspielpreis als „Hörspiel des Jahres“ ausgezeichnet. Regie führt Hartmut Nolte, dem es problemlos gelingt, dem dramatischen Monolog mit überlegten Details zur Bühnenreife zu verhelfen.

Die kleine Bühne des Ost-Clubs passt zum morbiden Charme dieser Inszenierung – es gibt Wein und Bier, die Distanz zum Publikum schwindet, es darf geraucht werden, schließlich tut das auch Emmy auf der Bühne. Stilvoll und wie aus einer anderen Welt, die nicht echt scheint. Da, wo immer Feuer gereicht wird. Grauenvoll authentisch ist sie trotzdem, die Emmy. In ihrer Naivität schlummert das Entsetzen wie ein Monster unterm Bett. Es ist auch da, wenn man nicht daran glaubt."


 

 

 Werner Fritsch

 

 

 

Mit scharfem Humor gegen die Nazi - Nostalgie!

 

Emmy Göring ist eine richtig Süße. Ihr Vater war

schließlich Schokoladenfabrikant, und über allem

liegt ein flüssigbrauner Guss.

Schokoladenbraun auch ihr Gatte, Hermann Göring,

und nicht zuletzt der von ihr hochverehrte Führer.

Wir erleben die ehemalige Gretchendarstellerin in

naiv-spießigem Ton aus dem Nähkästchen verbräm-

ter Pseudo-Tugendhaftigkeit der Nazi-Elite plaudern.

(derHÖRverlag)

 

 

Das von der Deutschen Akademie der Darstellenden

Künste als Hörspiel des Jahres prämierte Stück von

Werner Fritsch ist der Monolog einer Frau, die die

übriggebliebene Gattin ihres Hermann ist. Alles was

sie erzählt, ist so gräßlich harmlos, daß sich die

lachenden Zuhörer entsetzen.

Emmy, die ihre Schauspielerkarriere der Repräsentation

im Zentrum der Macht geopfert hat, spricht nicht nur

mit Hermann, Adolf und Gustaf, sondern auch als

Hermann, Adolf und Gustaf.

 

''Enigma Emmy Göring' ist ein meisterhaft komponierter

"furioser Monolog", der uns mit beklemmender Intensität

der Spannung zwischen Kitsch und Terror aussetzt'.

                                                                  (Die Jury)

 


ENIGMA EMMY GÖRING ist eine der besten Satiren der Gegenwartsliteratur! Vielschichtige Sprache und intelligenter Humor beweisen, dass es eben doch auch eine kluge Art gibt, mit dem Themenkomplex des Dritten Reiches humoristisch umzugehen.


Elisabeth Hesse

 

 

 

 

 

Komplette Aufzeichnung aus dem ost-klub, wien.


 


 

 

 

 

 

 

 

 

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- Karin Pettenburger als EMMY GÖRING -       Fotos Iris Brinkmann

 

 

 

 

    

 

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